Samstag, 21. März 2020

Heute: von Lanslevillard nach Bonneval sur Arc

Von Lanslevillard die Rampe hoch und dann lang nach Bonneval sur Arc gerollt.
Heute mal etwas lockerer. 
Erinnerungen werden wach an meine Fahrt im Juli 2018 zur Vorbereitung auf die Alpi4000 und natürlich auch an die Alpi selber......


"Ich schaffe es tatsächlich um 5:10 Uhr los zu fahren- ohne Kaffee und Frühstück, denn das gibt es hier so früh nicht. Ich will zunächst bis Bonneval sur Arc fahren- das sind 19 km- dort würde es Kaffee geben......."lies mehr

Morgen gehts dann hoch auf den Col d´ Iseran.

Freitag, 20. März 2020

Die Tremola


"Die Tremola-Strecke ist einzigartig. Diese mit Kopfsteinpflastern bedeckte historische Gotthardstrasse windet sich mit 24 Kehren von Airolo hinauf zum Gotthard-Pass.

Der spektakulärste Teil ist vier Kilometer lang und weist einen Höhenunterschied auf von 300 Metern. Das Bauwerk ist Teil der ersten Fahrstrasse über den Gotthard und wurde zwischen 1828 und 1832 vom Tessiner Ingenieur Francesco Meschini errichtet. Zuvor gab es nur einen Saumpfad und einen Fahrweg. Für Radfahrer ist die Tremola die Paris-Roubaix der Alpen."


aus: https://www.tremola-sangottardo.ch/de_DE/experience/

Heute bin ich die Tremola gefahren. Für mein "Indoor- cycling- workout" war ich auf der Suche nach einem video 1 bis 1,5 Stunden lang. Gestern noch am Gardasee, wollte ich heute einmal gleichmäßig bergauf fahren.
Die Tremola bin ich bislang nie gefahren, weil ich beim Alpenbrevet, rechtzeitig in Airolo angekommen, auf die Platin- Runde gehen durfte. Es fehlten gerade einmal 6 Minuten bis zum Kontrollschluss.




Die Tremola ist eine wunderschöne Passstraße, die ich nun natürlich auch einmal in "Echt" fahren möchte. Warum nicht den Alpenbrevet in der Gold-Version fahren.
Auf die Idee war ich bislang nicht gekommen, weil für mich sonst nur die lange Strecke, hier Platin, in Frage kommt.
Noch einmal Platin zu versuchen, hatte ich mir aber bislang verkniffen, weil es wahrscheinlich nicht noch einmal so laufen würde, wie 2011. Schon allein, wegen des Wetters.


Gerade gesehen; um die Tremola zu fahren, müsste es die Silber- Tour werden.
Die Strecken haben sich offensichtlich gegenüber 2011 geändert.

Also 99 CHF für 103 Kilometer.... da kann man vielleicht auch den

Wie auch immer- da muss ich mal hoch.





Dienstag, 17. März 2020

Flensburg- Hamburg 242

Klaus hat einen Bericht geschrieben:

Post von der Landstraße 
Behrensdorf 17.3.20

Lieber Jan,
wir waren am vergangenen Samstag wieder auf der Landstraße unterwegs. Mein Kamerad Gerald, vom Endspurt Hamburg, hatte eingeladen zu Flensburg – Hamburg, auf den Spuren von HaLaRa. Gekommen waren 20 Männer und 3 Frauen, bei 0 Grad Außentemperatur, und versprochenem Sonnenschein. Bernd hatte sich den schönen Track ausgedacht, denn... „Bernd kennt jeden Zentimeter Straße in Schleswig Holstein. Und, der Track ist klasse“: hatte Gerald mir noch erzählt. 15 Landstraßensüchtige hatten sich vorangemeldet, 8 kamen dazu, nachdem Stefan seinen ARA 300er wegen der Krise abgesagt hatte. Auf 3:27 Uhr hatte ich meinen Wecker gestellt. Es war mir klar, das funktionierte sicher so nicht, denn ich bin immer vor dem Wecker wach. Um 3:00 Uhr war ich wie vermutet aufgewacht, putzmunter und voller Vorfreude auf den Tag. Jeder Widerstand war zwecklos...also raus aus den Federn. Ich liebe die Morgenstunden, wenn alles andere noch friedlich ruht... Um 5:35 ging der Zug ab Malente, Gerald saß schon drinnen ,denn er war in Eutin zugestiegen. Wir begrüßten uns der Krise angemessen, mit doppeltem Fußkontakt, linkes Bein, rechtes Bein, und hatten uns vieles zu erzählen. Noch einen Kaffee in Kiel ,beim Umsteigen gekauft, und Ruckzuck waren wir in Flensburg. Es war jetzt 7:57 Uhr, die anderen Kameraden warteten schon auf uns. Es folgte die Einschreibung, denn das ist Traditionen und muß gepflegt werden. Gerald begrüßte alle Teilnehmer, das Blockfahrgebot wurde wegen der Krise aufgehoben, und dann ging es los...immer Richtung Süden. Der Winterdienst hatte die Bundesstraße vorsorglich gestreut, und der Wind hatte in der Nacht zwar etwas nachgelassen aber auch nach Süden gedreht. „Das wird anstrengend“: sagte Bernd Schmidt ,von den Mittelpunktlern, der seit geraumer Zeit neben mir fuhr. Ich war weiterhin zuversichtlich, denn die Mühlen drehten sich kaum...was eine Täuschung war. Denn sie drehen sich auch dann langsam, oder auch gar nicht, wenn sie wegen „Überproduktion“ aus dem Wind genommen werden. Und so war es heute. Der Wind wehte konstant und kräftig aus Süd-Südost, also von links vorn. Wir blieben alle beieinander und machten einen Nortorfer ? Kreisel ...so gut es ging. Jeder fuhr, meist einen Kilometer oder eben nach Befinden so lange links vorn, wie es ihm oder ihr „spaß“ machte, und scheerte dann rechts vorn ein. Der nächste aus der linken Reihe folgte dann. Wir fuhren also einen Belgischen Kreisel ,in Zeitlupe. In Husum gab es die erste Pause, Fischbrötchen und Flensburger Radler gönnte ich mir. Weiter ging es in Richtung Süden. Eine Oma, mit wohl Ü60 (bin ich auch seit ein paar Tagen), brauchte auf einer der schönen kleinen Straßen gefühlt drei Kilometer um uns gaanz vorsichtig zu überholen, was mit Gegenverkehr bestraft wurde. Alle machten sich ganz klein und schlank, damit kein Schaden entstand. Dann ,zum Glück, bogen wir rechts ab, und die Oma nach links. Ein großer dänischer Sattelschlepper auf Abwegen, voll beladen mit vermutlich Klopapier, kam uns auf Schleichwegen entgegen. Hoffentlich gibt das keine grenztechnischen Verwicklungen, sinnierte ich so vor mich hin. Und, natürlich gab es auch wieder Unmutsäußerungen, und Kraftmeierei einiger Autofahrer…die unsere große Gruppe lieber auf dem Radweg sehen wollten. Also alles wie üblich, nur daß sehr viel weniger Autos unterwegs waren, als sonst. Ab der Hälfte der Strecke waren die Kräfte einiger Begleiter doch schon recht aufgebraucht. Unmut über die unterschiedlichen Geschwindigkeiten machte sich gelegentlich bemerkbar. Tatsächlich organisierte sich unsere Reisegesellschaft sehr schlecht , gerade nach technisch problematischen Stellen, wie Viehgattern, Tordurchfahrten, und einer Schiebepassage auf einem durchweichten Deich. Nun fuhren die, die es heute etwas ruhiger wollten mal vorn, und es lief wieder gut...manches ist wohl doch nur Kopfsache. Auf den Deichwegen der Meldorfer Bucht lagen große Mengen von Reet, die wie Schneewehen zu hohen Wällen ,links und rechts des Weges, aufgeschichtet waren. Als der Weg unpassierbar wurde war ein Fußmarsch über den Deich zur nächsten Straße notwendig. Nur Gerald unser Crossmeister freute sich über diese kleine Abwechselung, und fuhr das Stück im tiefen Boden des Deiches mit dem Rad. So erreichten wir die Elbe. Direkt am Elbufer zu fahren, war ein weiterer Höhepunkt der Tour. Bruhnsbüttel war nun erreicht, und wir steuerten einen Bäcker zur dritten Pause an. Mario gab für jeden den Kaffee aus, denn er hatte sich ein neues Rad gegönnt. Ein „Willier“ Retro Rahmen war das Herzstück seines Stahlrades, ein wunderschönes Meisterstück aus dieser bekannten italienischen Edelschmiede. Weiter ging es mit der Fähre über den Nord Ostseekanal, und es folgten die unendlichen Weiten der Stör…die StörÖdnis wie ich sie an diesem Tag empfand. Ich war auf Feierabend eingestellt. Es wurde langsam dunkel, und ich wollte eigentlich schon lange auf dem Bahnhof sein. Wir waren jetzt seit 10 Stunden unterwegs, und hatten wohl 170km geschafft. Gerald und ich philosophierten über die 1001 Miglia im August, und die unendliche Ödnis der Po Ebene die uns dann bevorstand. 400 km durch die Reisfelder im Norden Italiens, am Ende dieses 1600er Brevet`s. „Ein gutes Training“, damit wollte Gerald mich aufmuntern. Diese Gegend war Topfeben , so auch die Straßen, und, gelegentlich begleitete uns ein Entwässerungsgraben, wie in Italien, nur 30 Grad kühler, denn jetzt waren es ungefähr 5 Grad. Als wir dann auch noch über eine rumpelige Holzbrücke fuhren, mußte ich wieder an die aus zig Booten bestehenden Brücken über den Po denken, über sie ich schon häufiger, meistens Nachts gefahren bin. In Kolmar verabschiedeten wir uns von der Sonne, und machten noch ein Foto im Sonnenuntergang in Richtung Hamburg. Nun folgte die letzte Pause, eine Tankstelle in Elmshorn. Als wir alle standen wollten Bernd und ein paar Andere „schon mal langsam Vorfahren“. So trennten wir uns. Ich brauchte jetzt erst einmal ein schönes frisches, und gekühltes, Bier. Kühl wegen der Virenkrise, und frisch...zur Aufmunterung. Nun ging es mit viel Zug auf der Kette, mit der zweiten Gruppe weiter. Es machte spaß wieder kräftig in die Pedale zu treten, und die anderen zu verfolgen. Wir waren ein gut eingespielt Team und es lief alles sehr geschmeidig...bis ein Platten uns einbremste. Mario ,unser Kaffeespender, hatte in einer Baustelle auf einer Schotterpassage, einen Durchschlag bekommen. „Michael der schnellste Reifenwechsler Hamburg“: so sagte Gerald, half und machte das Rad wieder flott. Wir fuhren schon lange mit Licht , da es dunkel geworden war. Somit sahen wir leider nichts von Blankenese, und dem Elbufer. Nur das plätschern des Wassers an den Strand hörte ich, aber nun war Aufmerksamkeit gefordert. Das finale Streckenprofil...nach ca.238,56km ...Bergankunft am Waseberg! Es begann jetzt die heiße Phase, das Abschlußfeuerwerk der Tour...der legendäre Waseberg. Der !!!!, weil einzige Berg im einzigen deutschen Weltcuprennen der Profi`s , wo auch die aktuellen Profi, und auch Jan Ulrich, früher mal ,rauf müssen, oder mußten. Das Tempo wurde höher, zwei „Rampen“ waren vorher noch zu fahren. Dann stand er da, respeckteinflößend, direkt vor uns. Der Gipfel war in der Dunkelheit nur zu erahnen...der Waseberg, mit seinen unerbittlichen 15 % Steigung. Gerald hatte sich schon geschickt nach vorn geschlichen, nicht ganz vorn, aber in guter Position. Ich folgte ihm, war vorbereitet auf einen unwiderstehlichen Angriff… Doch plötzlich fiel ihm die Kette über das kleine Blatt auf das Tretlager. Das war`s für ihn...sollte ich anhalten ? …nein... ich sagte: „ich fahre mal langsam vor“ ,denn es war ja kein existenzieller Schaden. Ein kräftiger RBC Mann überholte mich, um dann nach ein paar Metern vom Rad zu springen… nix ging mehr. Plötzlich fuhr ich auf einen anderen Kameraden fast drauf, da auch er urplötzlich vom Rad sprang. Der Waseberg verlangte nun nach Opfern...kein Wunder bei 240 Kilometern Anfahrt. Einige Andere waren aber schon weit vor mir , kurz vor dem „Gipfel“ ...Blitzlichtgewitter… Dierck Nethling, der Chef von Endspurt fotografierte uns...wie schön. Ich wechselte zwischen sitzen und Wiegetritt, um die Schmerzen in meinen Beinen besser zu ertragen. Nun machte ich mir noch die Augen hübsch, legte meine Jacke ordentlich, hörte auf zu atmen, und…ließ mich fotografieren. Ein optimal gelungenes Zielfoto war mir nun wichtiger als eine Platzierung die sowieso niemanden ernsthaft interessiert. Gerald wollte kein Zielfoto...denn er kam schiebend ins Ziel. Eine Kettenblattschraube hatte sich vor dem Waseberg verabschiedet...hatte sie Angst gehabt??? Dieses Duell müssen wir nun vertagen, auf ...vielleicht bei Albextrem Ende Juni...nach der Krise? Zurück ging es dann um 22.07 Uhr ab HH Hbf., in weitgehend leeren Zügen, auch wegen der Krise. Und kontrolliert wird auch nicht mehr, auch wegen der Krise. Ich hatte heute viel Zeit zum sinnieren...hat Greta ihre Finger da im Spiel… oder kommt das vom ganz Oben...diese Krise? Ich muß bei der Virenkrise unweigerlich an die biblische Sintflut denken… Dem Weltklima tut diese Zeit jedenfalls gut, so hört man. Gegen 0:30Uhr war ich wieder zu Hause, an meiner Küste. Sind wir nun Lebensmüde?, handeln wir unverantwortlich? Ich glaube nein, denn wir sind nur ,mit ein paar Kameraden, den ganzen Tag draußen gewesen, halten Abstand zueinander und stärken unser Immunsystem. Alle Veranstaltungen sind abgesagt, auch unsere ARA Brevets. Wir werden weiter umsichtig mit der Krise umgehen, aber nicht auf das Rad und die Abenteuer verzichten die wir uns bereiten. Wir machen uns unsere Touren bis auf weiterer selbst, wenn die Krise es zulässt... denn ich kann ja nichts anderes…als immer wieder Samstags auf der Landstraße zu leben.
Vielen Dank an Gerald und Bernd für die Organisation.
Herzliche Grüße und Dank an Eure nette Reiesebegleitung

Klaus

 PS von den „ruhigerfahren“ haben wir keinen mehr gesehen… sind wir klassisch überrumpelt worden?, mit, „ Wir fahren dann mal langsam vor“, oder…? Das war jetzt nicht ernst gemeint. Eine freundliche Geste von Bernd, muß ich noch erwähnen. Er hat uns am Ortsschild von Hamburg begrüßt, die Laolawelle gemacht, und zum Gruppenfoto geladen. Zum Schluß noch ein Gruß , in Erinnerung, an den allseits geschätzten Burkard, dem Gründer von HaLaRa.

Donnerstag, 27. Februar 2020

Rund um das Dorf Berlin

"Erst anmelden- dann den Wetterbericht gucken", so macht es Clausto, einer von 8 Teilnehmern in diesem Jahr.


Und weiter schreibt er in seiner Meldung an den Vereinsvorsitzenden:

Hallo Frank,
wir sind am Samstag einmal “Rund um Berlin” , das Dorf Berlin in Holstein, gefahren.
200km, das hätte wohl auch für die Umrundung unserer Hauptstadt Berlin gereicht, wäre wohl aber nicht so
spannend gewesen.

Rund um Berlin ist die Auftaktveranstaltung des Endspurt Hamburg, organisiert von
Gerald aus Eutin.
Acht tapfere Pedalritter machten sich auf den Weg in Richtung Itzehoe.
Auf den ersten 100km hatten wir kräftigen Wind mit Orkanböen, dazu auf dem zeitlich größten Teil
der Fahrzeit Regen in allen
Variationen.
Genau so hatten es die Meteorologen vorhergesagt, also 100% richtig, wir haben es gespürt.
Auf einem Stück wären wir fast von der Straße geweht. Zwei der zu “leichten” Kameraden wurden
auf den Randstreifen der Straße
geschoben, und mußten ein Stück der Strecke schieben, bis ein Knick wieder Schutz bot.
Ich haderte noch am Morgen mit meinem Rest von Weihnachtsspeck. An diesen sehr windigen Stellen der Strecke war ich aber doch froh, daß ich
genug Gewicht hatte und ,ganz nach vorn über den Lenker gebeugt, genug Last auf das Vorderrad brachte um auf der Straße
zu bleiben.
Und, wir wußten an diesem Tag die Knicks unserer schönen holsteinischen Landschaft besonders zu schätzen.

Zwei Pannen, wir mußten noch eine Laufraddecke in Ahrensbök kaufen, und der Sturm verhagelten uns zwar den Schnitt aber nicht
unsere gute Laune.
Wenn mal jemand auf der Strecke zurück blieb, warteten wir bis wieder alle zusammen waren.
Allein zu fahren wäre sehr unangenehm gewesen, Ausbruchversuche nach vorn blieben somit auch aus.
Erst, gegen 13Uhr sind wir beim Bäcker in Hartenholm angekommen. Wir waren sehr in Sorge, aber er hatte doch noch geöffnet,
auf dem Land keine Selbstverständlichkeit.
Ich lud die Rad-Gemeinde anlässlich meines 60ten....,brrr...was für eine Zahl, zum Kaffee ein.
Wir saßen sehr gemütlich bei Kaffee und meist Berlinern zusammen, bis wieder in dieses Abenteuerliche Naß nach draußen mußten.
Es ging weiter nach Kellinghusen, das zu dieser Jahreszeit wieder einmal von sehr viel Wasser umgeben war.
Von dort bekamen wir ,als Dank für unsere Mühen, einen kräftigen Rückenwind geschenkt.
Noch eine kurze Tankstellenpause in Bordesholm, mit Cola, Schokolade, und Butterhörnchen,
dann ließen wir uns weiter nach Eutin treiben.
Wir kamen noch in den Genuss einer Nachtfahrt, und waren nach 11 Stunden um 19Uhr im Ziel.
Sehr schön war , daß wir alle zusammen das Ziel erreichten. Nur zwei Kameraden die schon mit dem Rad zum Start
angereist
waren bogen in der Nähe Ihrer Heimatorte ab.
Alle hatten am Ende ein Lächeln auf den Lippen.
So kann es weiter gehen, natürlich auch gern bei besserem Wetter.


Auch Morten hat einen Bericht geschrieben, den kann man hier lesen.

Danke Clausto, Morten für eure Berichte.

Brevet fahren heißt, eine Prüfung bestehen und die erste hat man bereits bestanden, wenn man trotz widriger Wetterprognosen am Start steht. Windstaffel- Fahren könnte die Prüfung erleichtern, wenn der Wind von schräg vorne kommt, ist aber wohl nicht üblich; schließlich absolviert hierbei jeder seine ganz persönliche Prüfung.

Und Spaß hat mir das auch noch gemacht. Sicher wird dieser Brevet in Erinnerung bleiben.



Mittwoch, 26. Februar 2020

Halara Rund um Berlin


`Saisonauftakt im Dunkeln` oder `Warmfahren für den Brevet "Rund um Berlin"`, am kommenden Samstag oder einfach nur HALARA fahren, 20 Jahre nachdem Burkhard diese Veranstaltungsform ins Leben gerufen hat.

Zu einer Halara- Tour gehört auch immer ein Bericht und dieser ist von Ludger:

Halara Rund um Berlin

Der urpsrüngliche Plan, am 15.02.2020 die Halara Ahrensburg-Sylt zu fahren, konnte aus Termingründen nicht aufgehen. Gerald hatte die glorreiche Idee, stattdessen Eutin-Ahrensburg-Neumünster als Dunkelrundtour ab 18 Uhr zu fahren. Weil 180km nachts im Februar doch ganz schön weit sind, wurde Ahrensburg durch Bad Segeberg ersetzt.
Inge und Ludger stempeln zum Start in Neumünster um 15:35 Uhr in der Pizzaria Mundfein in Bahnhofsnähe. Dann wird die holprige Innenstadt umfahren und es geht auf Geralds altem Arbeitsweg nach Eutin. Das Wetter ist warm und windig. Die Strecke verläuft teilweise auf der alten Bungsberg-Brevet-Route und bietet urlaubsmäßige Ausblicke, z.B. in Bredenbeck, wo man am anderen Ufer des Plöner Sees das Schloß sieht. In Eutin bei Gerald ist dann auch dunkel und wir stempeln um 18:20 Uhr in der nahen Aral-Tankstelle. Jetzt verläuft die Strecke in südlicher Richtung genau gegen den Wind, was uns aber nicht vom ausgiebigen Austausch über absolvierte und geplante Radfahrten abhält. Es ist stockdunkel und wir überlegen, welche Orte den Lichtschein am Horizont verursachen. Lübeck, Timmendorfer Strand, Bad Schwartau? Wir wissen es nicht.
Richtung Bad Segeberg ist der Wind nicht mehr so ungünstig. Irgendwo ist die Straße auf einmal nass und Gerald erwähnt, daß er hier schonmal bei Überflutung durchgefahren ist, worauf die Straße dann tatasächlich überflutet ist, zum Glück nur Knöcheltief und weniger als 10m weit. In Bad Segeberg geraten wir zweimal auf Abwege. Man kann vermutlich besser einfach durch die Fußgängerzone fahren, zumindest abends und nachts. Wir stempeln, wie vorgesehen in der Araltankstelle. Hier wird ein Beweisfoto an Klaus geschickt, der wg. der Wetterverhältnisse nachdrücklich von dieser Tour abgeraten hat. Nun geht es auf die kurze Etappe nach Neumünster und die Wind kommt manchmal von hinten, so daß es gut rollt und wir um 22 Uhr das Ortsschild erreichen. Die Tankstellen, die wir hier passieren, sind bereits geschlossen, so daß wir das Angus Steakhouse zu Stempeln aufsuchen. Hier sind bereits alle Gäste gegangen und der Patron hält uns zunächst für ein Polizeikommando. Wir erhalten den gewünschten Stempel trotzdem. Für Inge und Ludger ist es der Schlußstempel und nach kurzer Weiterfahrt verabschieden sie Gerald mit etwas Verpflegung auf seine Schlußetappe nach Eutin. Gerald ist um 00:45 Uhr in Eutin.

Die Tour hat Spaß gemacht. Danke Gerald.
Ludger

Mir auch, und noch einmal Danke für die Brote und die nette Begleitung.

Der Randonneur Ostholstein

Bilder gibt es nicht- es war ja Dunkel ;-)



Freitag, 24. Januar 2020

CX 19/20

Meine zweite Saison in der AK Masters 4. Vor einem Jahr hatte ich mich dort schon eingelebt und es hatte auch Spaß gemacht, auch wenn wir beim Stevens Cup oft nur Wenige am Start waren.
Deutlich mehr Starter gab es weiter im Süden, also beim Deutschland oder Weser- Ems- Cup.


Zunächst nahm ich mir für diese Saison vor, den Deutschland Cup, nun "Bundesliga", zu fahren, doch der zu erwartende Aufwand hielt mich am Ende doch davon ab.
Also Stevens Cup fahren und einige Highlights weiter im Süden.
War es im letzten Jahr Jochen, so kam in diesem Jahr noch Lars dazu, hinter dem ich mich einreihen musste- beide unerreichbar für mich- eine Klasse besser.
Manni, der in der letzten Saison mein Gegner war, war es in diesem Jahr nicht mehr, dafür konnte ich Peter einige Male deutlich distanzieren. In München, Bundesliga Cross und einziges UCI- Rennen in Deutschland, fuhr ich bei 12 Startern auf Platz 2. Dies war sicher das Beste in dieser Saison.






Kurz vor Weihnachten verlor ich die Lust am Zweikampf mit Peter beim Stevens Cup- ich wollte mal wieder ganz entspannt ein Rennen fahren, möglichst dort, wo ich niemanden kenne. Also fuhr ich mit der Bahn nach Brockum, um dort das Weser- Ems- Cup Finale zu fahren. Hier waren acht alte Herren am Start, Marco aus Leipzig und Detlef waren hier die bekannten Größen. Es hat geklappt; Fahren ohne Druck, ganz entspannt fuhr ich hier meinen ersten Sieg der Saison. Schon schön- die Euphorie hielt über eine Woche an. Mehr geht für diesen Winter nicht, außer der Erkenntnis, dass die Cross- Saison wohl ab jetzt meine Hauptsaison ist.







Sonntag, 12. Januar 2020

HaLaRa 20 20

20 Jahre Hamburger  Langstrecken Radtouren




Die erste Aufzeichnung, die ich gefunden habe, ist der Jahresbericht der Saison 2000.

Burkhard Sielaff hatte die Idee ein ergänzendes Angebot für Radfahrer zu schaffen, welches außerhalb des bestehenden Brevet- und BDR- Angebots zu finden ist.

Hamburg- Sylt am 12.Februar 2000 war wohl die erste HaLaRa- Tour. „Zwei Männer in Strumpfhosen“, Bernd und Heino, fuhren die 277 km in 13h und 4 Minuten. HH- Sylt gehört später zu den A- Touren, die von Hamburg- Allermöhe (24h Tankstelle) zu den vier geografischen Extrempunkten Deutschlands führt. Eine Parallele findet sich in den permanenten Diagonalen des Audax- Club- Parisien in Frankreich.

HaLaRa ist ein im Jahr 2000 von Burkhard Sielaff ins Leben gerufenes, ergänzendes Angebot für Langstrecken- Radler, die gefahrenen Kilometer außerhalb des bestehenden Brevet- und BDR- Angebots mit anderen Langstrecken- Radlern zu teilen und zu vergleichen.

Jochen, Ludger und ich wollen HaLaRa 20 Jahre danach wiederbeleben und haben dazu eine eigene Seite kreiert:



Mittwoch, 18. September 2019

Drei Tage ohne Panne

Es ist das, was du daraus machst,
ist das Motto des Eifel- Gravellers.
Die Selbstbestimmung fängt also schon an, bevor man sich aufs Rad setzt:
eine hohe Anforderung, selbst zu entscheiden, was man aus dem Angebot des Veranstalters macht.
Oder ist es nur eine Umschreibung eines Radrennens, das man so nicht nennen möchte, weil man es so nicht nennen darf?

[ein interessanter Bericht zum Thema]

Ich entscheide mich für die erstere Variante, weil ich so ein Rennen gar nicht fahren möchte und auch nicht kann. Es ist ganz ähnlich, wie bei einem Brevet- da gibt es ja auch sehr unterschiedliche Ansichten; ist Paris-Brest-Paris nun ein Rennen oder das, was jeder persönlich daraus macht?

Drei Tage Radfahren in der Eifel, das war mein Ziel.
Clausto kam gerade aus Paris, wollte nach seinem Rennen Radfahren genießen und wollte mich am Mittwoch mit zurücknehmen. Am Donnerstag musste er wieder arbeiten.
Also ruhig fahren, die Strecke genießen, und nach drei Tagen wieder in Klotten sein- zur Not den Track verlassen. Dieses Konzept gefiel mir gut. Ganz ohne Druck, dem Track treu zu finischen.

Ich hatte mich mit dem Track beschäftigt, wie ich es immer mache, jedoch war ich mir dieses Mal sehr unsicher, welchen Schnitt ich fahren könnte. Mal errechnete ich, das es durchaus möglich wäre, die 650 km in drei Tagen zu fahren; in jedem Fall käme es auf die Streckenbeschaffenheit an.
Irgendwo hatte ich gelesen, es gäbe überwiegend Waldautobahnen.....Aber da waren ja auch noch die 12 000 Höhenmeter.

Mein Streckenplan
Ich reiste mit dem Zug an. Die Züge waren mehr als voll, es war alles sehr chaotisch, aber am Ende war ich nur 40 Minuten später in Klotten , als geplant. Die aus dem Süden angereisten, hatten wohl mehr davon. Ich stieg eine Station früher aus, um nach der langen Fahrt noch ein bißchen die Beine zu bewegen. Am Gemeindehaus in Klotten gab es die Startnummern und ein Grill sollte dafür sorgen, dass wir beim gemeinsamen Treffen nicht hungrig blieben. Fleisch und Getränke sollten mitgebracht werden- Michael, mein Vereinskollege hatte das für mich besorgt. Dort angekommen, traf ich dann gleich Clausto, Michael, Gerhard aus Berlin und auch Alpi- Bernd hatte sich noch kurzfristig angemeldet. Das Alkoholfreie Bitburger war doch nicht so frei- das war aber ok. Es wurde kurz und laut das Wiedersehen gefeiert, bald verabschiedeten sich alle, um noch möglichst viel Schlaf zu bekommen. Der Gemeindesaal, in dem ich Matte und Schlafsack legte, war noch hell erleuchtet- hier noch kein Gedanke ans Schlafen. So spazierte ich noch zur Mosel und auf dem Rückweg kam ich an einer Kneipe vorbei. Hier setzte ich mich an den Tresen und bestellte einen Schnaps- was für ein Szenenwechsel. Wieder am Gemeindesaal war es dort nun dunkel und ich versuchte Schlaf zu finden.


weiter gehts im nächsten blog

Wer sein Surly liebt, der schiebt.

Nach einem unruhigen Schlaf, hatte ich mich schon vor dem Frühstück nützlich gemacht und in der Küche des Gemeindesaals die drei Kaffeemaschienen am Laufen gehalten; so saß ich an der Quelle.
An dieser Stelle möchte ich einmal Holger und seinen Helfern danken- sie haben sich richtig viel Mühe gemacht und eine große Veranstaltung ins Leben gerufen; der Gemeindesaal als Treffpunkt und Schlafgelegenheit, gemeinsames Grillen und Frühstücken- dies alles ehrenamtlich oder "Nicht-profitorientiert" finde ich erstklassig und hat seltenheitswert. Auch die Vorbereitungen, Homepage, Blog und Fahrerinformationen zeigten schon, dass Holger diese Veranstaltung mit viel Enthusiasmus und Herzblut ins Leben gerufen hat. Auch deshalb hatten sich wohl so viele Starter gemeldet und auch fast alle waren sie dann am Start. Treffpunkt hierzu war unten an der Mosel am Fähranleger.
Bis der Fährmann soweit war, wurden viele Fotos gemacht- auch aus der Luft.



Auf der gegenüberliegenden Seite gings dann los- zunächst relativ flach flussabwärts. Doch bald führte der Track uns auf einer langen Steigung durch den Wald in den Hunsrück hinein. Waldwege einige Singletrails- insgesamt alles gut zu fahren. Nach der ersten langen Steigung wartete ich auf Michael und Klaus- sie mussten dicht hinter mir sein. Jedoch hatte Klaus schon zu Beginn des Anstiegs den Reifen aufgeschlitzt; irreparabel wie Michael meinte. Ich wollte umdrehen, um zu helfen- jedoch überzeugte Michael mich davon, dass das nichts bringen würde. Das tat mir nun Leid, weil wir doch zusammen fahren wollten. So schnell war dieser Plan nun dahin. Telefonieren zwecklos- kein Empfang- und so rollte ich gemeinsam mit meinem Vereinskollegen weiter. Holger trafen wir oft mit seiner Kamera am Wegesrand und kurz bevor wir den Hunsrück in Richtung Cochem wieder verließen, hatten die Veranstalter noch ein zweites Frühstück aufgebaut. Das wäre zwar nicht self-supported- aber was sollte man sonst machen mit den vielen geschmierten Brötchen und Kuchen und alkfreien Bieren aus dem Gemeindesaal. Ich glaube, alle Teilnehmer fanden dies richtig gut und wünschten sich insgeheim mehr davon- bei mir war es jedenfalls so. Hinter Cochem begrüßte uns nun die Eifel- gleich mit einem richtig steilen Anstieg. Nicht fahrbar, befanden Michael und ich- Michael fuhr noch dank seiner kleineren Übersetzung und ich lief, nur so zum Spaß, locker an ihm vorbei.....dies überzeugte dann auch Michael davon abzusteigen. Ich bin ja der Meinung, dass man maximal 1/1 fahren sollte- auf keinen Fall kommt mir eine Untersetzung ans Rad, denn da ist schieben schneller. So fuhren, schoben wir unsere Räder durch die Vulkaneifel. Wunderschöne Landschaften und Trails- was fehlte war nur die Begleitung von Klaus, der inzwischen sein Rad nach Klotten zurückgeschoben hatte und dabei war , sein Rad zu reparieren. Auch hier war Holger zur Stelle, half mit einem neuen/alten Reifen aus. Als sein Rad wieder rollte, nahm Klaus nun die Abkürzung direkt nach Cochem und unsere Verfolgung auf. Klaus lag nun vielleicht 1,5 h hinter uns.
Wir hatten inzwischen erfahren, dass es in der Eifel außer wunderschöner Natur wenig gab- zwar fuhren wir durch kleine Orte- doch es gab weder Einkaufs- noch Einkehrmöglichkeiten oder Mobilfunkempfang. So waren wir froh irgendwann am späten Nachmittag Manderscheid zu erreichen, wo es ein Restaurant mit Pizza gab. Hier trafen wir weitere Fahrer. Als ich die Wirtin nach Netzempfang in diesem Ort fragte, lachte sie laut: "Meinen Sie Fischernetze?" Immerhin Humor gibt es hier- ich trug ja mein Trikot vom RV Endspurt Hamburg. Und auch die Pizza war gut.
Wir fuhren nun in den Abend und in den Liesetal-Trail hinein. Jetzt wurde es spannend. Es wurde wohl vorher schon viel darüber debattiert in der Whatts-App Gruppe- doch aus der hatte ich mich zwischenzeitlich abgemeldet. So fuhr ich hier ganz unvoreingenommen hinein. Wittlich war mein Ziel für den ersten Tag und auch dahin hatte ich versucht Klaus zu lotsen. Oh!, der Trail hatte es in sich.
Er wurde bald recht schmal mit einem beachtlichen Abhang zur linken Seite. Außerdem gab es immer häufiger Steinplatten und Absätze. Zunächst noch nahm ich dies als technische Herausforderung, den das mag ich ja beim Crossen. Vorderrad anlupfen- Hinterrad nachziehen- geschafft. Doch immer öfter musste ich erst einen Fuß dann beide absetzen, weil der Abhang mehr und mehr ins Bewußtsein drang. Erinnerungen an youtube-Videos! Und manche Passagen waren einfach nicht fahrbar- für mich, denn ich bin ja auch kein Mountainbiker und schon gar nicht ein  guter. Es gab Schutzhütten, wunderschön in den Hang hinein gebaut mit Ausblick in das Liesetal.
Perfekt als Schutz (Shelter) für die Nacht- doch leider noch zu früh, um sich hinzulegen. Es war ja noch nicht dunkel und wir waren ja auch mit Klaus in Wittlich verabredet. Schier endlos fuhren und schoben wir auf diesem Trail entlang doch irgendwann ging es runter ins Tal. Eine Wiese mit Spuren, der Fluss- doch wo ist die Brücke. Etwas abseits des Tracks fanden wir eine, jedoch zeigte die Karte auf Michaels Navi, dass der Weg auf der anderen Seite nicht in unsere Richtung führte. Es wurde dunkel.
Nun suchten wir auf dem Navi die nächstgelegene Straße, denn im Dunkeln diese Trails fahren, fanden wir nicht so attraktiv. Fehlanzeige. Gab es einfach nicht- wir waren in einem Tal, aus dem es wohl nur über Wanderwege ein Hinaus gab. Also los, bevor es ganz dunkel wird. Ich nahm Anlauf und durchfuhr den Fluß, der hier sehr flach war. Auf der gegenüberliegenden Seite, das sah man, wurde es etwas tiefer und den Hang würde man nicht hochfahren können. Also hoffte ich, dass ich, das Rad seitlich heranfahren und den linken Fuß trocken absetzen zu können. Ging leider nicht.
Michael hatte aber mehr Pech und das Rad kippte an der tiefsten Stelle um. So hatte er nun zwei nasse Füße- ich nur einen. Insgesamt sind wir aber gut rüber gekommen. Ich erinnerte mich an den Tuscany Trail:


"...So geht es ziemlich lange bis zum Fluss Orcia, der durchwatet werden muss. Seit heute morgen fahre ich mit trockenen Füßen, das will ich nicht ändern und ziehe Schuhe und Strümpfe aus....
Auf der anderen Seite geht es genau so steil wieder bergauf."

Auch hier geht es bald wieder steil bergauf- schiebend. Nun beginnt ein Trail, wo die Schiebepassagen gegenüber dem Fahren überwiegen. Es stellt sich bald als Problem heraus, dass unsere Dynamo- Lampen eine gewisse Drehzahl erfordern. Auch sind die Radschuhe nicht zum Bergsteigen geeignet, denn immer öfter gibt es jetzt Passagen mit Seilen zur Sicherheit, die an Klettersteige erinnern. Wollte ich schon immer mal machen- aber nicht so. Inzwischen ist es gänzlich dunkel. Das ist natürlich auch spannend- nachts durch den Wald sich durchzuschlagen. Gut, dass wir zu zweit sind. Denn ungefährlich ist das nicht, was wir hier machen. Dann nach einer ganzen Weile, wir haben wohl nur noch 4 km ungefähr bis der Trail eine Straße kreuzt, nach einer weiteren steilen Kraxelei, kommen wir auf eine Art Lichtung. Stimmen aus dem Dunkeln und Stirnlampen-Lichter laden uns ein. Ein Tisch, und auf den Bänken haben es sich Wolfgang und Tobi gemütlich gemacht. Michael beschließt sogleich, hier bleibe ich- keinen Meter mehr weiter. Ich komme erst garnicht dazu, darüber nachzudenken. Bis Wittlich wollte ich, wegen des Morgenkaffees und weil ich mit Klaus verabredet bin. Ein Wunder- es gibt Netz. Ich telefoniere mit Klaus, der auf dem Weg zurück nach Klotten ist. Alles klar- hier bleibe auch ich. Wolfgang und Tobi machen den Tisch frei und dies wird mein Ruhelager. Michael liegt schon längst in seinem Schlafsack. Es raschelt und knistert- der Wald ist voller Tiere.... Ich liege eine ganze Weile so da und schaue in den Sternenhimmel. Ganz still ist es jetzt. Mehrmals werden wir geweckt- andere Fahrer schieben ihre Räder durch die Nacht.
Erst kurz vor sieben- es ist längst hell werden wir wach. Michael und ich haben schnell unsere Sachen verstaut und sind startklar.